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Überfüllung in InDesign

Die anwendungsintegriete Überfüllung von InDesign kann nur verwendet werden, wenn Sie bei der Druckausgabe die Separation oder die In-RIP-Separation aktiviert haben.

 

 

Die Werte, die InDesign zugrunde legt, um festzustellen, ob es sich um eine helle oder dunkle Farbe handelt sind die neutralen Dichtewerte die allerdings aus der CMYK-Mischung einer Farbe ermittelt werden. Diese Werte sind nicht immer passend, beispielsweise bei Pastelltönen oder Leuchtfarben. Ändern Sie die Werte im Druckfarbenmanager.

 

 

Im Druckfarbenmanager ändern Sie auch die Art von Sonderfarben. Sie können dort transparente (lasierende) Farben und beispielsweise ein Deckweiß generieren, indem Sie eine Sonderfarbe Weiß auf deckend einstellen. Wählen Sie für nichttransparente Druckfarben „Deckend ignorieren“, um eine Überfüllung sowohl auf darunter liegende Farben als auch an den Rändern des Druckfarbenbereichs zu verhindern. Verwenden Sie diese Option für Druckfarben, die in unerwünschter Weise mit anderen Druckfarben interagieren, z. B. metallische Farben und Lacke.

 

Farbüberfüllung einrichten

 

Wenn Sie die integrierte Überfüllung von InDesign verwenden, können Sie maximal 4 pt starke Überfüllungen erreichen. Höhere Werte bis 8 pt können nur mit der Adobe In-RIP-Überfüllung erreicht werden. Diese kann auch genutzt werden, wenn Ihr Ausgabegerät (ab PostScript Level 2) mit entsprechender Software ausgestattet ist und die passende PPD gewählt wurde. EPS-Dateien werden nicht nachträglich überfüllt. Die integrierte Überfüllung von Bildern funktioniert nur dann zuverlässig, wenn Sie Photoshop-Dateien oder TIFF-Bilder verwenden. Beim Einsatz eines OPI-Servers sollten Sie klären, ob die generierten Layoutbilder für eine Überfüllungsvorgabe verwendbar sind. Rahmen von EPS-Dateien, die nicht überfüllt werden können, dürfen Elemente nicht überlagern, die korrekt überfüllt werden sollen. Andernfalls macht InDesign Fehler. Ändern Sie im Notfall den Rahmen einer EPS-Datei, indem Sie mit der Option „Beschneidungspfad“ die Begrenzung neu festlegen und dann aus dem Beschneidungspfad den Rahmen erzeugen lassen. Bei Truetype-Schriften kann es zu inkonsistenten Überfüllungen kommen. Im Notfall kann eine solche Schrift in Pfade gewandelt werden, damit die Überfüllung korrekt errechnet wird. Aus Illustrator importierte Texte werden möglicherweise nicht korrekt überfüllt. Für die Berechnung der Überfüllung brauchen Sie viel freien Festplattenspeicher. Weisen Sie die Überfüllungsvorgaben nur den Seiten zu, die auch tatsächlich Elemente enthalten, die überfüllt werden müssen.

 

Überfüllungsvorgaben definieren

 

Die Standardüberfüllungsbreite sollten Sie mit der Druckerei absprechen. Der Wert mit dem Farben zu schwarzen Elementen überfüllt werden, ist meist höher als der normale Überfüllungswert, da das Schwarz dadurch brillanter wird. Dieser Wert wird nur verwendet, wenn Sie eine Überfüllung für Schwarz vorgesehen haben, dass zusätzliche Farbanteile von Cyan, Magenta und Gelb enthält. Dieses 4-C-Schwarz wird gesondert behandelt. Sie müssen die Farbe entsprechend definieren und verwenden.

 

Für das Eckenformat können Sie drei Möglichkeiten auswählen:

 

 

Das Abschlussformat wirkt sich bei vielen aufeinandertreffenden Farben unterschiedlich aus.

 

links Gehrung, rechts Überlappung

 

 

Bei Farbdifferenz können Werte zwischen 8 und 20 Prozent empfohlen werden. Dieser Wert gibt an, wie groß der Farbunterschied sein muss, damit die Überfüllung angewendet wird.

Wenn der Wert für „Schwarze Farbe“ unter 100 % eingestellt wird, werden alle Farben überfüllt, die diesen Farbanteil von Schwarz enthalten und weniger natürlich.

Der Wert bei Schwarzdichte definiert für InDesign einen Schwarz-Ton der nicht überfüllt werden soll, sondern überdruckt. Je niedriger der Wert, desto mehr dunkle Farben überdrucken automatisch.

Der Wert für die fließende Überfüllung gibt an, welchen Helligkeitsunterschied Farben mindestens haben müssen, damit die Überfüllung vom dunklen Bereich zur Mitte der angrenzenden Farbflächen verschoben wird. Die Überfüllung wirkt dadurch fließender. Bei 0 % werden alle Überfüllungen standardmäßig auf der Mittellinie platziert, bei 100 % werden fließende Überfüllungen ausgeschaltet, sodass eine Farbe, unabhängig vom Verhältnis der neutralen Dichten der angrenzenden Farben, vollständig in eine andere überfüllt wird. Reduktion der Überfüllfarbe gibt den Grad an, zu dem von InDesign Komponenten angrenzender Farben verwendet werden, um die Überfüllungsfarbe zu reduzieren. Dies verhindert, dass bei bestimmten angrenzenden Farben (z. B. Pastelltönen) eine unansehnliche Überfüllung erzeugt wird, die dunkler ist als die beiden Farben selbst. Wenn Sie für „Reduktion der Überfüllfarbe“ einen Wert unter 100 % angeben, wird die Überfüllungsfarbe schrittweise heller. Bei dem Wert 0 % wird eine Überfüllung erstellt, deren neutrale Dichte der neutralen Dichte der dunkleren Farbe entspricht.

Für die Überfüllung von Bildern zu anderen Elementen können Sie die Platzierung der Überfüllung einstellen. Dies ist abhängig von der Farbe des Bildes und des angrenzenden Objektes. Mit „Neutrale Dichte“ werden dieselben Überfüllungslinien angewendet wie im restlichen Dokument. Die Einstellung „Neutrale Dichte“ kann bei Überfüllungen eines Objekts gegen ein Foto sichtbar ungleichmäßige Kanten erzeugen, wenn die Überfüllung von einer Seite der Kante auf eine andere verschoben wird.

Objekte mit Bildern überfüllen muss aktiviert sein, wenn ein farbiger Hintergrund für ein Bild überfüllt werden soll. Bilder intern überfüllen darf nur aktiviert werden, wenn einfache großflächige Farben in den Bildern verwendet wurden. Hinweis: Bei dünnen Elementen, z. B. schwarzen Konturen um Grafiken, wird der Wert für die Überfüllungsbreite für Schwarz automatisch von der Überfüllungs-Engine übergangen und die Überfüllung auf die halbe Breite des dünnen Elements beschränkt.

 


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