Photoshop, Bildauflösung, Bildgröße, Bildinterpolation, Rasterweite

Bildauflösung festlegen

Für die richtige Berechnung der Größe eines Bildes und für die korrekte Einstellung der Auflösung müssen folgende Parameter bekannt sein:
1. Sie müssen wissen, welche Rasterweite oder welches Druckverfahren verwendet werden soll.
2. Sie müssen die Zielgröße des Bildes kennen.

Wenn Sie Digital-Kamerabilder öffnen, wird deren Größe in Pixeln angegeben und die Auflösung der Bilder ist eigentlich immer auf 72 dpi, auf eine Bildschirmauflösung, eingestellt.

Diese Bilder können also nicht unverändert verwendet werden.

Im ersten Beispiel muss das Bild zuerst in der Auflösung umgerechnet werden. Erst dann können Sie die Größe des Bildes für Ihr Ziel erkennen.

Wählen Sie aus dem Menü „Bild“ die Option „Bildgröße“.

 

 

Deaktivieren Sie die Option „Bild neu berechnen“, damit die vorhandenen Pixel einfach nur mit der neuen Auflösung verrechnet werden. Eine solche Änderung ist ungefährlich, da die Qualität des Bildes nicht leidet.

Alternativ klicken Sie auf den Button „Auto“. Dort können Sie sich die „richtige“ Auflösung von Photoshop berechnen lassen. Geben Sie die gewünschte Qualität und die Rasterweite für das Druckverfahren ein.

 

 

Welches die Rasterweite des Druckverfahrens ist, können Sie folgender Tabelle entnehmen. Dies sind allerdings keine Standardwerte. Sie sollten in der Druckerei sicherheitshalber nachfragen.

 

Papierart und Druckverfahren lpi lpcm Ausgabeauflösung
Tageszeitung Buchdruck 65 26 1200 dpi
Tageszeitung Offsetdruck 75 bis 90 29 bis 36 1200 dpi
Tageszeitung Farbbilder (Offsetdruck) 90 bis 122 36 bis 48 1200 bzw. 1260 dpi
Zeitschriften Tiefdruck 122 bis 152 48 bis 60 2400 bzw. 2540 dpi
gestrichenes Papier Offsetdruck 136 bis 152 54 bis 60 2400 bzw. 2540 dpi
Naturpapier Offsetdruck 136 bis 152 54 bis 60 2400 bzw. 2540 dpi
Hochglanzpapier Offsetdruck 152 bzw. 150 60 2400 bzw. 2540 dpi
Kunstdruck Offsetdruck 152 bis 240; 60 bis 95 2400 bis 3600 dpi
gestrichene Papiere Digital-Druck 122 48 1200 dpi
Farbtintenstrahldrucker kein Raster   1440 dpi

 

Nach der Umrechnung erscheint die korrekte Auflösung des Bildes und die korrekte Größe.
Wenn die Größe nun immer noch nicht der späteren Ausgabegröße entspricht, sollten Sie die Berechnung wieder aktivieren und das Bild vergrößern bzw. verkleinern.
Damit wird nun aber tatsächlich die Dateigröße verändert und die Pixelmaße werden erhöht bzw. verringert. Das Bild kann an Qualität verlieren.

 

 

Bei der Berechnung können Sie zwischen verschiedenen Berechnungen wählen.

 

 

Pixelwiederholung: Dies ist die schnellste, aber ungenaueste Methode. Diese Methode wird für Illustrationen mit nicht geglätteten Kanten empfohlen, um harte Kanten zu erhalten und eine kleinere Datei zu erzeugen. Bei dieser Methode können jedoch Treppeneffekte auftreten, die beim Verzerren oder Skalieren eines Bildes deutlich werden.
Bilinear: Diese Interpolationsmethode erzeugt eine mittlere Qualität.
Bikubisch: Dies ist eine langsame, jedoch präzisere Methode, mit der die gleichmäßigsten Tonabstufungen erzeugt werden.
Bikubisch glatter: Wählen Sie diese Methode, wenn Sie Bilder vergrößern.
Bikubisch schärfer: Diese Methode empfiehlt sich, wenn Sie ein Bild verkleinern. Dadurch bleibt die Detailgenauigkeit im neu berechneten Bild erhalten. Es kann jedoch passieren, dass einige Bildbereiche überscharf werden. In diesem Fall sollten Sie es mit der Option „Bikubisch“ versuchen.

 


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